Ich gehe mit meiner Laterne…

Zurück zu Neuigkeiten

Jedes Jahr  im November ziehen herum des Deutschen Hauses in Bischkek Kinder mit bunten Laternen  und singen dabei Martins- und Laternenlieder. Doch wer war eigentlich der Heilige Martin, an den jedes Jahr der deutschen Bevölkerung Kirgistans im November mit Martinsumzügen erinnert wird?

Martin war ein römischer Soldat, der um das Jahr 316 nach Christus geboren wurde. Der Legende nach ritt er an einem kalten Wintertag an einem hungernden und frierenden Bettler vorbei. Der Mann tat ihm so leid, dass Martin mit dem Schwert seinen warmen Mantel teilte und dem Bettler eine Hälfte schenkte. In der Nacht erschien Martin der Bettler im Traum und gab sich als Jesus Christus zu erkennen.

Nach diesem Erlebnis ließ sich Martin taufen und im christlichen Glauben unterrichten. Später baten ihn die Menschen der Stadt Tours (heute Frankreich), ihr Bischof zu werden. Doch der bescheidene Martin hielt sich des Amtes nicht für würdig und versteckte sich – einer Überlieferung zufolge – in einem Gänsestall. Die schnatternden Vögel verrieten ihn allerdings und er wurde doch zum Bischof geweiht. Einer anderen Legende nach waren die Gänse in die Kirche gewatschelt und hatten mit ihrem Schnattern Martins Predigt gestört – zur Strafe wurden sie danach gebraten.

Rund 30 Jahre lang war Martin Bischof von Tours und soll zahlreiche Wunder vollbracht haben. Am 11. November 397 wurde er zu Grabe getragen und später heiliggesprochen. Heute ist Sankt Martin der Schutzpatron etlicher Berufsgruppen, darunter der Winzer, der Weber und der Schneider. Außerdem kümmert er sich der frommen Überlieferung nach um Bettler, Soldaten und Haustiere.

Als zentraler Interessenvertreter der deutschen Minderheit in Kirgistan bemüht sich die Gesellschaftliche Vereinigung „Volksrat der Deutschen der Kirgisischen Republik“ um Wahrung und Pflege der deutschen Kultur in Kirgistan. So wurde das Martinstag in allen Begegnungszentren gefeiert.TeilnehmerInnen des Jugendclubs in Bischkek bastelten Laternen unter der Leitung von GI-Sprachassistentin Ramona Bleimhofer. Gleichzeitig zu der Möglichkeit eigene Laterne zu basteln, konnten die Jugendlichen eigene Deutschkenntnisse praktisch zu verwenden, da die Kommunikation auf Deutsch ermöglicht war. Für die Kinder und allen Interessenten war auch im BZ Bischkek ein Wettbewerb für die beste selbstgemachte Laterne organisiert. In der Siedlung Sokuluk war dieses Fest gemeinsam von TeilnehmerInnen der Kinder- und Jugendgruppe „Sternchen“ und das Projekt „Seniorenakademie“ gefeiert. Nach der Filmaufführung „Die Geschichte von St. Martin“ war die Laternen- Bastelnworkshop organisiert, wo jung und alt eigene Kreativität zeigen kann.

 

04.12.2017
Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Keine Kommentare

Schreib uns!