НОВОСТИ      16.09.2023

Die Geschichte des Vertreters der Zeitzeugengeneration – Christian Gerber

Christian Gerber wurde am 9. August 1935 im Gebiet Saratow, in der Stadt Marx, geboren. Er war zum Zeitpunkt der Deportation erst fünf Jahre alt. Er kann sich daran erinnern, wie die Soldaten den Menschen in einen Bus einsteigen ließen  und zur Eisenbahn in die Steppe brachten. In der Nähe befand sich ein Flugplatz, von dem aus man das Brummen der Flugzeuge hören konnte. Sie verbrachten die ganze Nacht dort. Am Morgen kamen die Züge, verladen sie und brachten sie quer durch Kasachstan. Es dauerte sechzehn Tage, bis sie Barnaul erreichten. An der letzten Station warteten Kolchosbauern auf Pferden auf sie. Sie brachten alle Deportierten in das nächstgelegene Dorf. Damals konnte Christian Gerber kein einziges russisches Wort.

Während des Krieges begannen Christian Gerbers Mutter und Großmutter zu nähen, hauptsächlich für Kartoffeln. Sie mussten die Familie allein ernähren, da  sein Vater auf Befehl des NKWD (Innenministerium der UdSSR) verhaftet wurde. Die Familie schrieb lange Zeit, um ihn zu finden, aber die Antwort kam erst 1954. Die Familie erfuhr, dass Christian Gerbers Vater an einem Herzinfarkt gestorben war.

Im Alter von 15 Jahren begann Herr Gerber zu arbeiten. Er brachte Getreide, Heu und Stroh zu Pferden. Dort lernte er seine zukünftige Frau kennen. Sie konnten jedoch nicht in die Stadt umziehen. Jeden Monat ging Christian zum Dorfrat um sich eintragen zu lassen, dass er nirgendwohin gegangen ist, nicht weggelaufen ist, dass er in diesem Dorf wohnhaft war. 1956 heiratete Christian Gerber und ging zur Schule. Später zogen er und seine Familie aufgrund der Krankheit seiner Mutter, für die das Klima nicht geeignet war, nach Kirgisistan um.

Jetzt lebt Christian Gerber im Dorf Tuz. Dort begrub er 2005 seine Mutter. Christian Gerber hat eine große Familie, viele Kinder und Enkelkinder. Er rät ihnen und anderen deutschen Jugendlichen viel Neues zu erfahren und ihre Mutter- und Fremdsprachen zu lernen.

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